Donnerstag, 29. November 2007

Sühneandacht Dienstag, 4. Dezember 2007

Die Sühneandacht vom 4. Dezember 2007 (Sankt Barbara) findet ebenfalls wieder in der Lourdes-Kapelle, Appenzell, statt, und zwar wie üblich von 20 bis 22 Uhr. Sie wird - wie immer - geleitet von HH Pater Bernward Deneke FSSP, St. Pelagiberg. Zentrales Thema dabei ist die Unbefleckte Empfängnis (Immaculata Conceptio) der Gottesmutter Maria, liturgisch gefeiert am Samstag, 8. Dezember. Zur Erklärung des Dogmas der "Unbefleckten Empfängnis Mariens" lohnt es sich, die Dogmatische Bulle "Ineffabilis Deus" (deutsch) zu lesen!

Wir bitten alle Teilnehmer, nicht nach Weesen zu fahren, sondern direkt zur Kapelle und möglichst frühzeitig, wenigstens 1/4-Stunde vorher schon anwesend zu sein.

Zur Orientierung: unsere Karte mit der Wegstrecke von Weesen zur Lourdes-Kapelle und umgekehrt.

Es ist selbstverständlich, dass niemand "gezwungen" ist, jeweils die ganzen 2 Stunden hindurch zu bleiben. Wir sind auch dankbar für jedes nur ein- oder eineinhalb-stündige Mitbeten. Die Sakristanin, Frau Josefine Hersche, hat uns auch zugesichert, dass die Heizung der Kapelle diesmal wieder besser funktionieren werde.

Hier auch noch der Link für die Google-Maps-Karte zur Lourdes-Kapelle in Appenzell.

Freitag, 16. November 2007

Wo seid ihr, Opferseelen?

Brieger: 2. Kor. 12,15Opferseelen, Sühneseelen, was will das besagen? Das sind die Seelen der vollkommenen Hingabe. Und was ist Hingabe im Sinne einer Opferseele, einer Sühneseele? Das ist Hingabe im vollsten, tiefsten und strengsten Sinne des Wortes. Es ist eine Hingabe ohne Vorbehalt, ohne Grenzen, eine Hingabe bis in die letzten, in die allerletzten Forderungen hinein, die Gott an eine Seele stellen kann; eine so vollkommene Hingabe und Übergabe ihrer Selbst, dass sie nicht nur gebraucht, sondern verbraucht und aufgebraucht zu werden verlangt in seinem Dienste und nach seiner Meinung, mit allem, was ihr gehört. Suscipe... nimm hin! In diesem einen Wort ist ihr ganzes Wesen eingeschlossen, in einem sehnsuchtsvollen, einem bettelnden, einem werbenden, einem dienenden, einem flehentlich stürmischen, ja einem brennend leidenschaftlichen: Nimm hin!
Gott sucht Seelen, die keine andere Haltung mehr kennen als diese: ausgespannt, aufgeschlossen, aufgetan, dürstend nach ihm, harrend auf ihn, bereit für ihn... Diese Hingabe ist das Höchste, was eine Menschenseele überhaupt zu leisten vermag. Sie ist die gewaltigste Torheit der Liebe, die sich begehen lässt, ist Torheit ohnegleichen, ist schrankenlose Liebe. Hingabe in diesem Maße ist etwas, das weit, unendlich weit über die natürliche Großmut der Menschennatur hinausliegt. Hingabe in diesem Grade ist nichts anderes mehr als... der Wille zum Gemartertwerden, zum Gekreuzigtwerden zum mystischen Tode, zu einer Seelennacht und Seelennot und Seelenqual ohne Vergleich, ist Bereitschaft zum Teilhaben am Leiden Christi selbst, ist die Bereitschaft zum Mit-leiden, zum Mit-erlösen, zum Mit-geopfertwerden, zum Mit-sterben mit ihm..., auf dass Seelen gerettet werden.
Wahrhaft erschreckend ist die Gewalt der Liebe solch einer von höchster Gottesleidenschaft erfassten Seele; erschreckender noch ist die Antwort, die aus dem Herzen Gottes wie loderndes Feuer ihr entgegenschlägt. Gott sucht solche Seelen, und wo er sie findet, da liebt er sie mit solcher Glut der Liebe, als hätte er seinen eingeborenen Sohn ein zweitesmal in Gestalt eines Menschen vor sich, um seine geheimnisvollen Pläne von neuem an ihm zu erfüllen.
Es ist kaum auszudenken, was eine Seele vermöchte, eine einzige Seele, die dem göttlichen Willen so ganz hingegeben wäre, restlos, schrankenlos, bedingungslos, auf dass er tue mit ihr, was und wie es ihm gefällt. Eine Seele, von der er weiß: sie wird durchhalten in allen Drangsalen, sie wird standhalten in allen Prüfungen, sie wird nicht wanken, nicht irrewerden, wird nichts zurücknehmen; sie wird so ganz das Abbild seines Vielgeliebten sein, wird so ganz seine Sprache sprechen; sein allzeit tapfer zustimmendes: "Ja, Vater, so sei es!" sein von tiefster Leidenssehnsucht durchbebtes und heimlich frohlockendes: "Siehe ich komme, deinen Willen zu erfüllen!" sein demütig unterwürfiges: "Nicht wie ich will...!" sein vertrauensvoll sich bergendes: "In deine Hände...!" Nein, es ist nicht auszudenken, was eine einzige Seele vermöchte, die den Mut hätte, auf die Annehmlichkeiten dieses Erdenlebens zu verzichten, die den Mut hätte, alles zu lassen und zu verlassen, alles zu opfern, alles zu tragen, alles zu leiden und allzeit in Bereitschaft vor ihm zu stehen mit einem schlichten: "Mir geschehe..."
Was muss ich tun, wenn ich zu der kleinen Schar dieser mutigen Seelen gehören will? - Tun? - Nichts! Nur geschehen lassen, nur hingegeben sein an Ihn.
Die Mächte der Finsternis sind am Werke. An allen Ecken und Enden lodert die Welt auf in furchtbarstem Gotteshasse. Weit sind die Tore der Hölle geöffnet für den Widersacher von Anbeginn und seinen Anhang. Aber: "Eine gekreuzigte Seele ist stärker als tausend Höllen!!" Denken wir es durch: Eine Seele..., eine einzige Seele..., eine gekreuzigte Seele... Stärker ist sie als die Hölle..., stärker ist sie als tausend Höllen!! (Bekenntnis eines Dämons.)
Gebet mir zehn Seelen der vollkommenen Hingabe, zehn, die den Gedanken der Hingabe bis in seine letzte erschütternde Tiefe erfassten und lebendig in sich gestalten, zehn Seelen, die den Mut haben, alles für Christus zu wagen, und - - - wir werden den Zorn Gottes besänftigen, wir werden die Welt vom Untergang erretten.
Ihr Opferseelen, ihr Sühneseelen, ihr Seelen der vollkommenen Hingabe, wo seid ihr??
Ich rufe diese Frage hinaus in die Nacht unserer Bedrängnis; im Namen Jesu, des Gekreuzigten, rufe ich euch. Lasst meinen Ruf nicht ungehört verhallen!!

Annette di Rocca

Nihil obstat: J. Desfosses, libr. censor. Imprimatur: Friburgi Helv., die 1 decembris 1952. L Waeber, vic. gen. - Kanisius-Verlag Konstanz / Baden - Freiburg / Schweiz.

Gebet der Opferseelen

Herr, gib was Du verlangst...Ewiger Vater, zu Deinen Füßen niedergeworfen bitten wir Dich, schau nicht auf unsere Sünden, sondern auf die Reinheit Deines göttlichen Sohnes, ans Kreuz genagelt für uns seit zwanzig Jahrhunderten als friedenstiftende Hostie, unser Bürge!
Strafe uns nicht, wie wir es verdienen, o unser Vater im Himmel. Ziehe vielmehr zu Dir uns und alle Menschen, die Du nach Deinem Bild und Gleichnis erschaffen wolltest. Lass nicht zu, dass der Feind die Seelen raube, die erkauft sind mit dem Erlöserblute Christi. Verteidige die Kirche, die Er zu stiften kam. Erlöse uns vom Antichristen und seinen Verfolgungen. Segne unseren Heiligen Vater, den Papst, den vielgeliebten Stellvertreter Deines göttlichen Sohnes, dass in der ganzen Welt triumphiere die wahre Kirche, die katholische, apostolische, römische!
O Jesus, Liebhaber der Menschen, der Du ans Kreuz genagelt bist, um der Göttlichen Gerechtigkeit geopfert zu werden als Lösegeld für uns sündige Kinder Evas! O göttlicher und menschlicher Jesus! Anfang und Ende aller Dinge, denn Du warst Gott bevor du Mensch wurdest und bliebst Gott, nachdem Du Mensch wurdest! Eingeborener des himmlischen Vaters, Sohn der reinsten Jungfrau Maria! O Jesus, Erstgeborener, Haupt aller Menschen! O Jesus, der Du schweigend und verhüllt in den Tabernakeln weilest als friedenstiftende Hostie! Durch Deine heiligste Mutter, die uns liebt wie Du, und die Du uns gabst zu Füßen des Kreuzes auf Golgotha, schenke uns die Gnade, dass alle zu Dir kommen können, mit Dir sühnend, Opfer bringend zur Sühne für unsere Sünden, bereuend, um so Genugtuung zu leisten der göttlichen Majestät, die so sehr verwundet ist.
Wir, die wir dieses Gebet an Dich richten, wollen Dir unsere täglichen Opfer darbringen unsere Leiden, unsere Mühen, jeglichen Verzicht, und was wir vermögen, um jene erste, unverdiente heiligmachende Gnade zu erlangen, welche die heutige Welt braucht.
Wir haben guten Willen, jedoch wir vermögen es nicht. Du, göttlicher Heiland, schenke uns bald diese erste Gnade der Bekehrung, welche das Wunder vollbringt, das wir so sehr ersehnen, damit alle sich retten! Damit alle zum Glauben gelangen und zu einem Leben nach Deiner heiligen Lehre!
Hilf unserer Gebrechlichkeit! Dränge zurück die teuflische Bosheit! Komm, Jesus, komm bald, und säume nicht mehr! Komm, wie Du es versprochen hast!
Wir beten dich an! Wir anerkennen Dich als unseren König und Erlöser! Wir glauben Deiner Lehre und wollen sie getreulich üben. Vergib uns und lehre uns, Verzeihung zu erbitten und selber zu verzeihen.
Lehre uns, das Kreuz zu lieben, den Schmerz, das Opfer, und die Vergnügen dieser Welt zu verachten, die reine Eitelkeit sind und ins Verderben führen. Amen.

Imprimatur. Fidel de Sta. Ma. Cortés Pérez, Bischof von Chilapa, Chilpancingo Gro., am 3. Juli 1966
SEGEN: Wir segnen die Seelen, welche sich als Opfer darbringen und ihre Arbeiten und Leiden der göttlichen Gerechtigkeit aufopfern zur Sühne für die Sünden aller Menschen. - Gegeben in Chilpancingo, am 3.7.1966

Sonntag, 4. November 2007

Sühneandacht Dienstag 6. November 2007

Die Sühneandacht vom 6. November 2007 findet wieder in der Lourdes-Kapelle, Appenzell, statt, und zwar wie üblich von 20 bis 22 Uhr. Sie wird geleitet von HH Pater Bernward Deneke FSSP, St. Pelagiberg.

Wir bitten alle Teilnehmer, nicht nach Weesen zu fahren, sondern direkt zur Kapelle und möglichst frühzeitig, wenigstens 1/4-Stunde vorher schon anwesend zu sein. Siehe dazu auch unsere Karte mit der Wegstrecke von Weesen zur Lourdes-Kapelle.

Hier auch noch der Link für die Google-Maps-Karte zur Lourdes-Kapelle in Appenzell.

ACHTUNG! Sehr wichtig!
Den Gläubigen, die im Monat November Gebete oder andere Werke der Frömmigkeit für die Verstorbenen verrichten, wird an jedem Tag des Monats einmal ein Ablaß von 3 Jahren gewährt; ein vollkommener Ablaß unter den gewöhnlichen Bedingungen, wenn sie dies den ganzen Monat hindurch jeden Tag tun.
Wenn sie im genannten Monat andächtig in einer Kirche oder einem öffentlichen Oratorium einer frommen Übung für die Verstorbenen beiwohnen, wird ihnen an jedem Tag des Monats ein Ablaß von 7 Jahren gewährt; ein vollkommener Ablaß, wenn sie wenigstens an 15 Tagen daran teilnehmen, dazu beichten, die hl. Kommunion empfangen und nach der Meinung des Heiligen Vaters beten. (Ablaßkongregation, 17. Januar 1888; Pönitentiarie, 30. Oktober 1932)
Den Gläubigen, die innerhalb der Allerseelenoktav in frommer Gesinnung und Andacht den Friedhof besuchen und, wenn auch nur im Herzen, für die Verstorbenen beten, wird an jedem Tag unter den gewöhnlichen Bedingungen ein nur den Verstorbenen zuwendbarer vollkommener Ablaß gewährt. Wenn sie an einem beliebigen Tag des Jahres ihn besuchen und in der angegebenen Weise beten, wird ihnen ein nur den Verstorbenen zuwendbarer Ablaß von 7 Jahren gewährt. (Pönit. 31. Oktober 1934)

Donnerstag, 27. September 2007

Die Sühneandacht vom 2. Oktober 2007 findet in der Lourdes-Kapelle statt!

Entgegen der Ankündigung in unserem Einladungsschreiben findet die Sühneandacht vom 2. Oktober (Schutzengelfest) in der Lourdes-Kapelle, Appenzell, statt, und zwar von 20 bis 22 Uhr. Wir bitten alle Teilnehmer, nicht nach Weesen zu fahren, sondern direkt zur Kapelle und möglichst frühzeitig, wenigstens 1/4-Stunde vorher schon anwesend zu sein. Siehe dazu auch unsere Karte mit der Wegstrecke von Weesen zur Lourdes-Kapelle.

Mittwoch, 26. September 2007

Wegstrecke von Weesen (Immaculata-Zentrum) zur Lourdes-Kapelle, Appenzell


Größere Kartenansicht

Beachten Sie auch diesen Beitrag zur Lourdes-Kapelle, Appenzell! Klicken Sie dann auf die Bilder, um Vergrößerungen zu betrachten. Die "Large" oder "Original"-Version der Innenansicht auf Flickr [auf "All Sizes" klicken!] der Lourdeskapelle eignet sich übrigens auch bestens als Hintergrundbild für den Desktop!

Montag, 10. September 2007

Einladung für den 2. Oktober 2007

Als ausdruckbares Einladungs-Blatt haben wir wiederum ein PDF-File angefertigt, das Sie herunterladen und dann ausdrucken können, und zwar:

IMMACULATA_Ring_Einladung_2007_10_02.pdf

Wer einen Duplex-Drucker hat, kann die Datei auf 1 (EIN) A4-Blatt, Vorder- und Rückseite, unterbringen, sonst auf 2 Blättern. Die 2. Seite enthält drei Kartenausschnitte für "Weesen", Meistersrüte, Appenzell. Zwecks Verteilung der Einladung an weitere Interessierte ausgedrucktes Blatt zweimal falzen!

Wer noch keine Version des ADOBE-Readers installiert hat, kann die neueste Version gratis herunterladen unter folgendem Link:

http://www.adobe.com/de/products/acrobat/readstep2.html

Man beachte, daß man, wenn die Datei im Adobe-Reader geöffnet ist, an verschiedenen Stellen des Dokuments Links folgen kann, auch z.B. unter dem Kürzel "FSSP" oder unter "St. Pelagiberg"!

Dienstag, 28. August 2007

Zum Altare Gottes will ich treten

Hl. Messopfer, Aufbau
Hl. Messopfer, Aufbau

Montag, 27. August 2007

Der Wert einer einzigen heiligen Messe

Das heilige Messopfer
  1. Die hl. Messe ist das gleiche Opfer wie jenes auf Kalvaria, das es darstellt, fortsetzt und dessen Früchte es uns zuwendet. (Abt C. Marmion)
  2. So oft die Gedächtnisfeier dieses Opfes begangen wird, vollzieht sich das Werk unserer Erlösung. (Messe am 9. Sonntag nach Pfingsten [Secreta].)
  3. Alles, was der Mensch von diesem Geheimnis, das dem Herzen Gottes entspringt, sagen kann, bleibt so tief unter der Wirklichkeit, dass man eigentlich nichts gesagt hat, hätte man auch alle Redekünste erschöpft. (Abt C. Marmion)
  4. Zu deinem Heil verwandelt der Heilige Geist Brot und Wein in den wahren Leib und das wahre Blut Christi. (P. Martin v. Cochem)
  5. So viel gilt die Feier der hl. Messe wie der Tod Christi am Kreuze. (Hl. Joh. Chrysostomus)
  6. Nach der Wandlung ist der liebe Gott da wie im Himmel... Wenn der Mensch dieses Geheimnis gut kännte, würde er vor Liebe sterben. Gott schont uns wegen unserer Schwäche. (Der hl. Pfarrer von Ars)
  7. Wollt ihr euch einen Begriff machen von der Größe des Wertes der hl. Messe? Es genügt, wenn ich euch mit dem hl. Johannes Chrysostomus sage, dass die hl. Messe den ganzen himmlischen Hof erfreut, alle armen Seelen des Fegfeuers erquickt, alle Segnungen auf die Erde herabzieht und Gott mehr Ehre erweist, als die Leiden aller Märtyrer, als die Bußübungen aller Einsiedler, als alle Tränen, die sie seit Anbeginn der Welt vergossen haben, und als alles, was sie noch bis zum Ende der Welt tun werden. Und warum? Der Grund dafür ist ganz klar: alle die Handlungen werden von mehr oder weniger schuldigen Sündern verrichtet; während es im hl. Messopfer ein seinem Vater ebenbürtiger Gottmensch ist, der ihm das Verdienst Seines Todes und Leidens aufopfert. Alle diese Werke sind Werke der Menschen und die hl. Messe ist das Werk Gottes. Das Martyrium ist das Opfer, das der Mensch Gott mit seinem Leben darbringt. Die Messe ist das Opfer, das Gott für den Menschen mit Seinem Leib und Blut darbringt. (Der hl. Pfarrer von Ars)
  8. Alle Handlungen des ewigen göttlichen Hohenpriesters, der auf dem Altare Sein Kreuzesopfer erneuert, werden unser Eigentum.
  9. Jede hl. Messe birgt alle Früchte des hl. Kreuzopfers in sich. Doch muss unsere Seele, um ihrer teilhaftig zu werden, in die hl. Opfergesinnung eindringen, die Jesus auf Kalvaria trug. Wir müssen uns mit Christo in Seinem hl. Opfer vereinigen, uns mit Ihm aufopfern, dann nimmt Er uns zu sich auf, opfert uns mit sich und trägt uns zum Vater empor, zum Wohlgfallen Gottes. (Abt C. Marmion)
  10. Eine hl. Messe ist viel kostbarer als alle guten Werke, Tugenden und Verdienste der Heiligen, die allerseligste Jungfrau nicht ausgenommen, vom Anbeginn der Welt bis zu deren Ende. Denn die hl. Messe ist das Opfer des Gottmenschen... Der hl. Messe beiwohnen, uns mit Jesus Christus vereinigen, ist darum für uns das Heilsamste, was wir tun können. (Der hl. P. J. Eymard)
  11. Möge der alte christliche Brauch wieder lebendig werden, dass von jeder Familie wenigstens ein Mitglied täglich der hl. Messe bewohnt. (Fürsterzbischof Dr. A. Rohracher)
  12. Christus bittet für dich so herzlich, als Er am Kreuze für Seine Feinde gebetet hat.
  13. Wegen dieses kräftigen Bittopfers erwirbst du das Erbetene weit eher als außer der hl. Messe.
  14. Durch das andächtige Messemitfeiern kannst du deiner Seele reicher werden als durch irgend ein Ding dieser Welt.
  15. Durch das Messemitfeiern kannst du das ganze Fegfeuer abkühlen und die Armen Seelen kräftiglich erquicken.
  16. Bei deinem Sterben werden dich die hl. Messen trösten, die du mit dem Priester mitgefeiert hast. Sie werden dir auch ein festes Vertrauen auf die göttliche Barmherzigkeit verschaffen.
  17. Sie werden mit dir zum göttlichen Gerichte gehen und bei dem strengen Richter Gnade erbitten; durch jede hl. Messe milderst du dein Fegfeuer mehr als durch ein anderes schweres Bußwerk.
  18. Eine beigewohnte hl. Messe in deinem Leben wird dir mehr nützen als viele, welche nach deinem Tode für dich gelesen werden, eine jede Messemitfeier erhebt dich höher in den Himmel und vermehrt dir merklich deine Seligkeit.

(P. Martin von Cochem)

Kloster Baumgärtle, Missionäre vom Kostbaren Blute, Baumgärtl, Post Bedernau über Mindelheim. Mit kirchlicher Druckerlaubnis.Siehe auch: Immerwährende Aufopferung der heiligen Messe

Donnerstag, 16. August 2007

Einladung für den 4. September 2007

Als ausdruckbares Einladungs-Blatt haben wir wiederum ein PDF-File angefertigt, das Sie herunterladen und dann ausdrucken können, und zwar:

IMMACULATA_Ring_Einladung_2007_09_04.pdf

Wer einen Duplex-Drucker hat, kann die Datei auf 1 (EIN) A4-Blatt, Vorder- und Rückseite, unterbringen, sonst auf 2 Blättern. Die 2. Seite enthält drei Kartenausschnitte für "Weesen", Meistersrüte, Appenzell. Zwecks Verteilung der Einladung an weitere Interessierte ausgedrucktes Blatt zweimal falzen!

Wer noch keine Version des ADOBE-Readers installiert hat, kann die neueste Version gratis herunterladen unter folgendem Link:http://www.adobe.com/de/products/acrobat/readstep2.html
Man beachte, daß man, wenn die Datei im Adobe-Reader geöffnet ist, an verschiedenen Stellen des Dokuments Links folgen kann, auch z.B. unter dem Kürzel "FSSP" oder unter "St. Pelagiberg"!

Donnerstag, 2. August 2007

Einladung für den 14. August 2007

Als ausdruckbares Einladungs-Blatt haben wir wiederum ein PDF-File angefertigt, das Sie herunterladen und dann ausdrucken können, und zwar:

IMMACULATA_Ring_Einladung_2007_08_14.pdf

Wer einen Duplex-Drucker hat, kann die Datei auf 1 (EIN) A4-Blatt, Vorder- und Rückseite, unterbringen, sonst auf 2 Blättern. Die 2. Seite enthält drei Kartenausschnitte für "Weesen", Meistersrüte, Appenzell. Zwecks Verteilung der Einladung an weitere Interessierte ausgedrucktes Blatt zweimal falzen!

Wer noch keine Version des ADOBE-Readers installiert hat, kann die neueste Version gratis herunterladen unter folgendem Link:http://www.adobe.com/de/products/acrobat/readstep2.html
Man beachte, daß man, wenn die Datei im Adobe-Reader geöffnet ist, an verschiedenen Stellen des Dokuments Links folgen kann, auch z.B. unter dem Kürzel "FSSP" oder unter "St. Pelagiberg"!

Sonntag, 1. Juli 2007

Gebet für die Heilige Kirche

Zu dir, o heiliger Joseph, fliehen wir in unserer Not. Nachdem wir deine heiligste Braut um Hilfe angefleht haben, bitten wir auch voll Vertrauen um deinen Schutz. Um der Liebe willen, welche dich mit der unbefleckten Jungfrau und Gottesgebärerin verband, und um der väterlichen Liebe willen, mit der du das Jesuskind umarmt hast, bitten wir dich flehentlich, du wollest das Erbe, welches Jesus Christus mit seinem kostbaren Blute erkauft hat, gnädig ansehen und unserer Not mit deiner Macht zu Hilfe kommen. O fürsorglicher Beschützer der Heiligen Familie, wache über die auserwählte Nachkommenschaft Jesu Christi, halte fern von uns, o geliebter Vater, jede Ansteckung des Irrtums und der Verderbnis. Stehe uns vom Himmel aus gnädig bei, o unser starker Beschützer im Kampf mit den Mächten der Finsternis, und wie du ehedem das Jesuskind aus der höchsten Lebensgefahr errettet hast, so verteidige jetzt die heilige Kirche Gottes gegen alle Nachstellungen der Feinde und nimm uns alle unter deinen beständigen Schutz, damit wir nach deinem Beispiele und mit deiner Hilfe heilig leben, selig sterben und im Himmel die ewige Seligkeit erlangen mögen. Amen.

Bild und Text: Lins-Verlag, A-6804 Feldkirch

Freitag, 29. Juni 2007

Lieben wir Jesus, indem wir für Ihn Opfer bringen, das ist die wahre Liebe

Lasst uns wie Opferhostien sein, gleichsam äußere Gestalten, unter denen Jesus lebt, denkt und handelt. Dann wird alles Natürliche in uns zerstört und jenes Wort zur Wahrheit werden: "Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir." Wie die Hostie Jesu ihre äußere Gestalt leiht, so geben auch wir uns ganz Ihm hin. Er selbst kann nicht mehr leiden, darum lassen wir Ihn bei uns jene Leiden finden, nach denen Er so sehnlichst verlangt, um sie seinem himmlischen Vater zur größeren Ehre der allerheiligsten Dreifaltigkeit, für das Heil der Seelen und zur Erfüllung seiner anbetungswürdigen Absichten aufzuopfern.
Das Herz Jesu ist der unschätzbare, großartige Ersatz unseres eigenenen Unvermögens.
Ein kurzer, demütiger Akt gänzlichen Misstrauens gegen uns selbst, begleitet von einem ebenso demütigen Akt vollkommenen Vertrauens auf Gott ist ein inneres Gebet, das unserem Herzen Tatkraft und Großmut einflössen wird.
Sich für die Seelen hinopfern ist schön und groß! Aber sich für die Interessen der größeren Ehre Gottes in den Seelen der Priester hingeben, ist so schön, so groß, dass man dazu tausend Leben, tausend Herzen haben möchte.
Jesus Christus opfert sich zu allen Stunden auf unseren Altären. Er opfert sich und Er will auch von uns geopfert werden! Aber es soll uns nicht genügen, Ihn zu opfern, sondern wir sollen uns mit Ihm hinopfern und uns unaufhörlich mit Ihm hinopfern lassen. Das Leben einer priesterlichen Seele lässt sich in zwei Worte zusammenfassen: Immerwährende Vereinigung mit dem Opfer Jesu Christi und immerwährende Selbstaufopferung. Ohne Unterlass empfängt die Seele Jesus Christus und unaufhörlich gibt sie Ihn der allerheiligsten Dreifaltigkeit zurück. Sie opfert Ihn und opfert sich mit Ihm. Welch' königliches Priestertum für alle Christen!
Willst Du die Wunde des Herzens Jesu heilen, dann liebe dieses göttliche Herz. Aber wisse: Liebe ohne Kampf und Opfer ist keine Liebe.
Jesus Christus muss herrschen, und damit dies geschehe, wollen wir leiden, beten und uns hinopfern.
Opfern wir recht oft das kostbare Blut Jesu der heiligsten Dreifaltigkeit auf für die Erhöhung der hl. Kirche, den Triumph der Sache Gottes auf Erden und die Ausrottung der geheimen Gesellschaften, ganz besonders aber für die Vervollkommnung und stets wachsende Heiligkeit der katholischen Priester und Ordensleute und um für sie alle die Gnaden zu erflehen, deren sie zum Siege über die Verfolgungen, welche die Hölle gegen sie richtet, bedürfen.
Fiat - "es geschehe" - das ist auf Erden des Losungswort der Liebe.
Nicht was wir fühlen, sondern was wir tun, macht unser Verdienst aus und beweist Gott unsere Liebe. Eindrücke und Empfindungen dürfen uns nicht beunruhigen, solange unser Wille, unser Handeln dem göttlichen Willen entspricht.
Die Heiligkeit besteht darin, Gott zu lieben und in allem seinen heiligsten Willen zu erfüllen.

Gedankenlese aus den Schriften der seligen Mutter Maria von Jesus (Deluil-Martiny), der Stifterin der "Töchter des Herzens Jesu" (1841-1884) (St. Josephs-Klösterli, Schwyz)

Montag, 25. Juni 2007

Gebetssturm zum Heiligen Geist und zum Kostbaren Blute

Sühnestunde im Gedenken nach der Meinung des 1945 verstorbenen Bruders Frohingott, auf seine Bitte 1939, die er an die Gläubigen gerichet, und zwar aus dem Bischofsgemach, wo auch der Heilige Vater Pius XII. gewohnt hat.
Aus diesem Marienkrankenhaus wollte er die Gläubigen zur Mithilfe anspornen zur Betätigung apostolischer Liebe, die die Welt auch heute noch so nötig braucht.

Gebet und Flehen um eine neue Aussendung des Heiligen Geistes durch Christi unseres Herrn hochheiliges Blut, durch die Erbarmungen des ewigen Vaters, bei den Schmerzen der hochgebenedeiten jungfräulichen Mutter, flehte er um 2 Dinge: Beten täglich eine Viertelstunde und opfern 3 Stunden unseres Tagewerkes, auf daß der himmlische Vater, durch Christi heiliges Blut der Welt von neuem den Heiligen Geist senden möchte.
Wir legen diese Meinungen in die Hände unserer lieben Mutter und geloben auch, treu zu halten, was wir versprochen, und flehen um Trost für alle Leidgeprüften.

Gebetssturm zum Heiligen Geist

Flehet zum Geiste der Wahrheit, daß Er Zwietracht und Unfrieden banne, den Irrtum widerlege, die Lüge entlarve, das Laster unterdrücke und jegliche Bosheit zu Schanden mache.
Rufet herab den Tröster Geist, daß Seine Liebe die Kalten entzünde, die Schwankenden stütze, die Versuchten beschirme, die Gleichgültigen begeistere, die Abseitsstehenden an sich ziehe.
Bittet den Geist der Heiligkeit, daß Seine Macht die Tugenden entfalte, das Gute bestärke, den Eifer erleuchte, die Gottgeweihten vervollkommne, und uns Alle in Seiner Gnade bewahre.
Empfehlet Euch und Alle, die ihr liebt, in besonderer Weise dem Heiligen Geiste und fördert Seine Verherrlichung, Seine äußere Anerkennung und Verehrung.
Möchten doch alle Guten in dem Maße für Gott eifern, in dem die Feinde des Allerhöchsten gegen Ihn eifern. Wenn der Bund derer, die ihrem Schöpfer den Rücken drehen so groß wird, muß der Bund der Gottliebenden noch größer sein.
Das Feuer des Heiligen Geistes falle vom Himmel, um uns alle zu erfassen, zu reinigen, zu entzünden mit heiliger Glut.
Die Liebe allein kann und muß das Antlitz der Erde erneuern. Bittet also, und ihr werdet empfangen, auf daß eure Freude vollkommen sei.
Ewiger Vater, ich bitte Dich, durch Jesus Christus Deinen Sohn, gib uns den Heiligen Geist.
O, Maria, erflehe uns die Fülle des Heiligen Geistes, der Dich so göttlich überschattete, damit Er alles in uns erneuere und uns zur Heiligkeit führe.
Nimm uns hin als Opfer, damit sich erneuere in heiliger Liebe der Erde Angesicht. Amen.

Gebet zum Heiligen Geist

O Heiliger Geist, Du hast am Pfingsttag die Jünger Jesu mit Deinem himmlischen Licht erleuchtet und mit Feuer entzündet; wenn je, so ist uns heute das Licht und das Feuer, das von Dir ausgeht, notwendig, da die Finsternisse des Irrtums die Geister verblendet und die Kälte der Herzen in Eis erstarren macht. Daher nehmen wir, o ewige Liebe, zu Deiner allmächtigen Güte unsere Zuflucht, da wir Deiner Hilfe dringend bedürfen und flehen Dich an, daß Du bald kommest, das Angesicht dieser Erde zu erneuern.
Komm also, o Heiliger Geist und bringe wieder Licht in die zahlreichen Seelen, die durch die falschen Grundsätze der Welt verblendet sind. Komm und entzünde uns mit Deiner Liebe und erwärme die kalten Seelen.
Komm und heilige die Erlösten und gieße Deine Gaben aus.
Komm, o komm, wirf nieder und zerstöre das Reich Satans und bewirke, daß ein neues Zeitalter des Glaubens und der Gnade beginnt, und das heilige Reich Gottes auf der ganzen Welt triumphiere. Amen.

Sende uns Deinen Geist, und es wird eine neue Schöpfung, und Du wirst das Angesicht dieser Erde erneuern.

Flehentliches Gebet zum kostbaren Blute

Im Namen des kostbaren Blutes kommen wir zu Dir, o Jesus, Dich zu bitten, Dich zu drängen, Dich anzuflehen. Obwohl Du unsere Bitten zurückzuweisen scheinst, werden wir Deine bluttriefenden Füße nicht verlassen, ehe Du uns erhört hast. Zu viel Gnade, zu viel Barmherzigkeit ist uns schon von Deinen heiligen Wunden zugeflossen, als daß wir nicht bis zum Ende auf die Wirksamkeit Deines göttlichen Blutes vertrauen würden.
Deshalb, o Jesus, durch Deine sieben Blutvergießungen, durch jeden Tropfen jenes hochheiligen Kaufpreises unserer Erlösung, durch die Tränen Deiner unbefleckten Mutter, bitten und beschwören wir Dich, unser Gebet bald zu erhören. O Du, der Du in den Tagen Deines irdischen Lebens so viele Krankheiten geheilt, so oft den gesunkenen Mut wieder erneuert hast, wirst Du nicht Mitleid haben mit unseren Seelen, die aus der Tiefe zu Dir rufen? Ist es denn möglich, daß Du es verweigerst? Noch ein Ruf aus unseren verwundeten Herzen, und aus Deiner Seitenwunde wird uns die Gnade, die wir so sehr verlangen, in Deinem kostbaren Blute zufließen.
O Maria, Quelle des kostbaren Blutes, wir beschwören Dich, lasse die Gelegenheit nicht vorübergehen, ohne das Blut zu verherrlichen, das Dich unbefleckt erhalten hat.
O Jesus, beschleunige den Augenblick, wo Du unsere Tränen in Freude, unsere Seufzer in Akte der Danksagung verwandelt hast. Amen.

Aufopferung des kostbaren Blutes durch die allerseligste Jungfrau Maria

In jeder Stunde und Sekunde, so oft mein Atem geht und mein Herz schlägt, möchte ich die Bitte aussprechen: Liebe Mutter Gottes, opfere Du mit Deinen reinsten Händen, dem himmlischen Vater das kostbare Blut und die Wunden und Verdienste Jesu Christi auf für die armen Seelen im Fegfeuer.
Liebe Mutter Gottes und reinste Jungfrau, opfere Du dem himmlischen Vater das kostbare Blut und die Verdienste Jesu Christi auf für die armen Sünder und zur Verhütung von Todsünden.
Liebe Mutter Gottes und meine Mutter, opfere Du dem himmlischen Vater das kostbare Blut und die Verdienste Jesu Christi auf, zur Tilgung meiner Sünden und Sündenstrafen.
Liebe Mutter Gottes und Schutzherrin der Kirche, opfere Du dem himmlischen Vater das kostbare Blut und die Verdienste Jesu Christi auf für die heilige Kirche und den Heiligen Vater, für die Diözese, für den Bischof und seine Anliegen. So oft in der ganzen Welt ein Fluch ausgesprochen, so oft Gott beleidigt, so oft eine Seele verführt wird, so oft möchte ich die Bitte aussprechen, erneuern.
Liebe Mutter Gottes, leiste Du dafür dem himmlischen Vater und dem göttlichen Herzen Jesu Anbetung und Genugtuung. Amen.
Heilige Mutter Gottes, opfere Du dem himmlischen Vater das Blut, die Wunden und das Herz Deines lieben Sohnes auf, für die Blutschuld aller Völker, für ein baldiges Ende aller entsetzlichen Kriege, für alle Witwen und Waisen, für die armen Gefangenen, für die Seelen der Gefallenen, für einen wahren Frieden, den nur Gott den Menschen und der Menschheit geben kann.

Mit Bischöflicher Druckerlaubnis als Manuskript gedruckt: Évêché de Strasbourg

Sonntag, 10. Juni 2007

Einladung für den 3. Juli 2007

Als ausdruckbares Einladungs-Blatt haben wir wiederum ein PDF-File angefertigt, das Sie herunterladen und dann ausdrucken können, und zwar:

IMMACULATA_Ring_Einladung_2007_07_03.pdf

Wer einen Duplex-Drucker hat, kann die Datei auf 1 (EIN) A4-Blatt, Vorder- und Rückseite, unterbringen, sonst auf 2 Blättern. Die 2. Seite enthält drei Kartenausschnitte für "Weesen", Meistersrüte, Appenzell. Zwecks Verteilung der Einladung an weitere Interessierte ausgedrucktes Blatt zweimal falzen!

Wer noch keine Version des ADOBE-Readers installiert hat, kann die neueste Version gratis herunterladen unter folgendem Link:

http://www.adobe.com/de/products/acrobat/readstep2.html

Man beachte, daß man, wenn die Datei im Adobe-Reader geöffnet ist, an verschiedenen Stellen des Dokuments Links folgen kann, auch z.B. unter dem Kürzel "FSSP" oder unter "St. Pelagiberg"!

Sonntag, 3. Juni 2007

Weltweite Bewegung für die überlieferte Liturgie

Anhand des folgenden Links können Sie verfolgen, was in Bezug auf das Dauerthema der überlieferten Liturgie aktuell veröffentlicht wird, und dies in allen für uns wichtigen Weltsprachen: Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Italienisch und Deutsch!

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Montag, 28. Mai 2007

Litanei von der unbefleckten Empfängnis der seligsten Jungfrau Maria

Diese einzigartige Litanei stammt aus der Zeit Papst Pius' IX, der 1854 das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis verkündet hat. Ein Exemplar der damaligen Druckausgabe befindet sich im Archiv des Immaculata-Zentrums (Schweiz), CH-9050 Appenzell. Siehe Abbildungen am Schluß dieses Artikels!

Herr, erbarme Dich unser!
Christus, erbarme Dich unser!
Herr, erbarme Dich unser!
Christus, höre uns!
Christus, erhöre uns!
Gott Vater vom Himmel! Erbarme Dich unser!
Gott Sohn, Erlöser der Welt! Erbarme Dich unser!
Gott Heiliger Geist! Erbarme Dich unser!
Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott! Erbarme Dich unser!

  • Heilige Maria, bitte für uns!
  • Heilige Maria, von Anfang und vor aller Zeit zur Mutter des Sohnes Gottes erwählt und bereitet, bitte für uns!
  • Heilige Maria, vor jeder Makel der Erbsünde frei bewahrt, bitte für uns!
  • Heilige Maria, frei von jedem Verderbnisse des Leibes, der Seele und des Verstandes, bitte für uns!
  • Heilige Maria, schönstes und heiligstes aller erschaffenen Wesen, bitte für uns!
  • Heilige Maria, stets geziert mit jener vollkommensten Heiligkeit, die niemand außer Gott zu begreifen vermag, bitte für uns!
  • Heilige Maria, einzig unter allen Geschöpfen der Gegenstand des innigsten Wohlgefallens des himmlischen Vaters, bitte für uns!
  • Heilige Maria, reinste aller Jungfrauen, bitte für uns!
  • Heilige Maria, verehrungswürdigste Mutter des eingebornen Sohnes Gottes, bitte für uns!
  • Heilige Maria, mit deinem göttlichen Sohne und durch Ihn die ewige Feindin der giftigen Schlange, bitte für uns!
  • Heilige Maria, mit deinem göttlichen Sohne und durch ihn die vollkommenste Siegerin über die alte grausamste Schlange, bitte für uns!
  • Heilige Maria, himmlische Arche Noe, unversehrt erhalten und wunderbar gerettet aus dem allgemeinen Schiffbruche der Welt, bitte für uns!
  • Heilige Maria, wunderbarste Himmelsleiter, auf deren Spitze der Herr ruhte, bitte für uns!
  • Heilige Maria, brennender Dornbusch, in Mitte der Feuerflammen anmutig grünend und blühend, bitte für uns!
  • Heilige Maria, unüberwindlicher Turm gegen jeden Anfall des Feindes, bitte für uns!
  • Heilige Maria, verschlossener und unentweihter Garten Gottes, bitte für uns!
  • Heilige Maria, glänzende Stadt Gottes, gegründet auf den heiligen Bergen, bitte für uns!
  • Heilige Maria, erhabenster Tempel Gottes, erfüllt von der Herrlichkeit des Herrn, bitte für uns!
  • Heilige Maria, erhabener Thron Gottes, bitte für uns!
  • Heilige Maria, Bundeslade der Herrlichkeit Gottes, bitte für uns!
  • Heilige Maria, Haus, das die ewige Weisheit sich selbst erbaut hat, bitte für uns!
  • Heilige Maria, Königin, von Lieblichkeit überfließend, bitte für uns!
  • Heilige Maria, Sitz aller göttlichen Gnaden, bitte für uns!
  • Heilige Maria, unerschöpflicher Abgrund der göttlichen Gnaden, bitte für uns!
  • Heilige Maria, mit deinem Sohne ewigen Lobes und Segens teilhaftig, bitte für uns!
  • Heilige Maria, glorreichste Jungfrau, an welcher Derjenige, welcher der Mächtige ist, Großes getan hat, bitte für uns!
  • Heilige Maria, Wunder aller Wunder Gottes, bitte für uns!
  • Heilige Maria, würdige Mutter Gottes, bitte für uns!
  • Heilige Maria, erhaben über alles Lob der Menschen und Engel, bitte für uns!
  • Heilige Maria, Lilie unter den Dornen, bitte für uns!
  • Heilige Maria, reine Erde, aus welcher Jesus, der neue Adam, gebildet wurde, bitte für uns!
  • Heilige Maria, lichtvollstes und angenehmstes Paradies der Unschuld, der Unsterblichkeit und der Wonne, bitte für uns!
  • Heilige Maria, unverwesliches Holz, vom Wurm der Sünde nie verdorben, bitte für uns!
  • Heilige Maria, stets reine, durch die Kraft des Heiligen Geistes besiegelte Quelle, bitte für uns!
  • Heilige Maria, göttlichster Tempel, bitte für uns!
  • Heilige Maria, alleinige und einzige Tochter nicht des Todes, sondern des Lebens, bitte für uns!
  • Heilige Maria, stets grünender Zweig nicht des Zornes, sondern der Gnade, bitte für uns!
  • Heilige Maria, Wiederherstellerin der Stammeltern, bitte für uns!
  • Heilige Maria, Lebendigmacherin der Nachkommen, bitte für uns!
  • Heilige Maria, mit Gott stets aufs innigste vereinigt, bitte für uns!
  • Heilige Maria, Erstgeborene, aus welcher Jesus, der Erstgeborene vor allen Kreaturen empfangen wurde, bitte für uns!
  • Heilige Maria, Tabernakel, vom Heiligen Geiste gebildet und geschmückt, bitte für uns!
  • Heilige Maria, eigenstes Meisterwerk Gottes, bitte für uns!
  • Heilige Maria, überallhin leuchtende Morgenröte, bitte für uns!
  • Heilige Maria, herrlichstes Vorbild der Heiligkeit und Reinigkeit, bitte für uns!
  • Heilige Maria, immer blühende und stets unversehrte Rose, bitte für uns!
  • Heilige Maria, neue Eva, die du in dir die ursprüngliche Gerechtigkeit vermehrt hast, bitte für uns!
  • Heilige Maria, neue Eva, die du durch Gottes Kraft die Hölle von Grund aus erschüttert hast, bitte für uns!
  • Heilige Maria, neue Eva, die du uns den Emmanuel, Gott mit uns, geboren hast, bitte für uns!
  • Heilige Maria, neue Eva, die du der Welt das Heil gebracht hast, bitte für uns!
  • Heilige Maria, Lob der Propheten und Apostel, bitte für uns!
  • Heilige Maria, Ehre der Martyrer, bitte für uns!
  • Heilige Maria, Freude und Krone aller Heiligen, bitte für uns!
  • Heilige Maria, sicherste Zuflucht und treueste Helferin aller in Gefahr Schwebenden, bitte für uns!
  • Heilige Maria, des ganzen Erdkreises mächtigste Mittlerin und Fürsprecherin bei deinem Sohne, bitte für uns!
  • Heilige Maria, herrlichster Schmuck und Zierde der heilige katholischen Kirche, bitte für uns!
  • Heilige Maria, kräftigster Schutz der heiligen katholischen Kirche, bitte für uns!
  • Heilige Maria, Besiegerin aller Irrlehren, bitte für uns!
  • Heilige Maria, Retterin aller gläubigen Völker aus den größten Drangsalen, bitte für uns!
  • Heilige Maria, Befreierin unseres Heiligen Vaters aus vielen und großen Leiden, bitte für uns!
  • Heilige Maria, Alles vermögende Fürbitterin durch die glühendste Liebe deines mütterlichen Herzens, bitte für uns!
  • Heilige Maria, Königin Himmels und der Erde, bitte für uns!
  • Heilige Maria, Königin aller englischen Chöre und Rang-Ordnungen der Heiligen, bitte für uns!
  • Heilige Maria, Königin, erhöht zur Rechten deines eingeborenen Sohnes, bitte für uns!
Sei uns gnädig: Verschone unser, o Herr!
Sei uns gnädig: Erhöre uns, o Herr!
  • Daß durch die Fürsprache deiner unbefleckten Mutter die katholische Kirche bei allen Völkern und an allen Orten immer mehr gedeihe und ausgebreitet werde, wir bitten dich, erhöre uns!
  • Daß durch ihre Fürsprache die katholische Kirche den größten Frieden, Ruhe und Freiheit genieße, wir bitten dich, erhöre uns!
  • Daß durch ihre Fürsprache die Schuldigen Verzeihung und die Kranken Heilung erlangen, wir bitten dich, erhöre uns!
  • Daß durch ihre Fürsprache die Kleinmütigen Stärke, die Betrübten Trost und die in Gefahr Schwebenden Hilfe erhalten, wir bitten dich, erhöre uns!
  • Daß durch ihre Fürsprache die Irrenden zum Wege der Wahrheit und der Gerechtigkeit zurückkehren, wir bitten dich, erhöre uns!
  • Daß durch ihre Fürsprache eine Herde und ein Hirt werde, wir bitten dich, erhöre uns!
  • Daß wir deine unbefleckte Mutter mit eifrigerer Liebe verehren und anrufen, wir bitten dich, erhöre uns!
  • Daß wir zu ihr als zu der süßesten Mutter der Erbarmung und der Gnade in allen Gefahren mit vollstem Vertrauen Zuflucht nehmen, wir bitten dich, erhöre uns!
  • Daß Du die Städte, Provinzen und Königreiche, welche deine heiligste Mutter als Schützerin unter dem Titel der unbefleckten Empfängnis erwählt haben, reichlich segnen wollest, wir bitten dich, erhöre uns!
  • Daß Du die zur Ehre der unbefleckten Empfängnis errichteten Bruderschaften, Vereine und geistlichen Orden stärken und erhalten wollest, wir bitten Dich, erhöre uns!
  • Daß Du die unter dem Titel der unbefleckten Empfängnis erbauten Spitäler, Klöster, Tempel, Altäre, und deren Stifter gnädigst schützen wollest, wir bitten dich, erhöre uns!
  • Daß Du die Hirten der Kirche überall in Beförderung der Andacht zu deiner unbefleckten Mutter leiten und unterstützen wollest, wir bitten Dich, erhöre uns!
O Du Lamm Gottes, das Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, verschone uns, o Herr!
O Du Lamm Gottes, das Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erhöre uns, o Herr!
O Du Lamm Gottes, das Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erbarme Dich unser, o Herr!
Christus, höre uns!
Christus, erhöre uns!
Vater unser, Gegrüßt seist etc.
V. In deiner Empfängnis bist du, o Jungfrau Maria, ohne Makel gewesen,
R. Bitte für uns den Vater, dessen Sohn Jesus, vom Heiligen Geiste empfangen, du geboren hast.
Gebet
Gott, der Du durch die unbefleckte Empfängnis der Jungfrau deinem Sohne eine würdige Wohnung bereitet hast, verleihe uns durch ihre Fürsprache, daß wir unser Herz und unsern Leib für Dich, der Du sie vor jeder Makel bewahrt hast, stets unbefleckt bewahren mögen. Durch eben denselben unsern Herrn, Jesus Christus, deinen Sohn, welcher mit Dir in Einigkeit des Heiligen Geistes, als Gott lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.


Freitag, 25. Mai 2007

Niklaus Wolf von Rippertschwand: Vom Glauben und Vertrauen

«Der Glaube muß nicht nur im Kopf sein, er muß da drin sein, im Herzen, er muß jeden Herzschlag unseres Lebens bewegen. Durch den lebendigen Glauben erblickt man Gott in allen Dingen und in jedem Augenblick. Man sieht, wie Er in unserem Innern und außer uns wirkt. Der lebendige Glaube umfaßt mehr als nur ein Glauben an Gott; er ist ebenso starke und unbegrenzte Hoffnung, und daraus kommt die Liebe und Hingabe, der vollkommene Gehorsam gegen seinen Willen.»
«Ein blinder, einfältiger Glaube an den Erlöser, ein Sichverlassen auf Sein Versprechen ohne Klügeln und Mißtrauen auf die eigene Würdigkeit wird erfordert, indem Gott die Erhörung nicht der Würdigkeit oder Heiligkeit der Menschen versprochen hat, sondern nur dem Glauben.»
«Gott ist allmächtig. Er kann helfen. Er ist unendlich gütig, Er will helfen. Und der Herr hat versprochen: Kommet alle zu mir, ich will euch erquicken. Darum muß Er helfen. Er hat's ja versprochen. "Bittet, und ihr werdet empfangen." Stehen diese Worte nicht im Evangelium? Wer will daran zweifeln? Wenn diesem nicht zu trauen ist, wem sollen wir dann trauen?»
«Wenn man schon nicht heilig sein muß, um Hilfe zu empfangen, so muß man doch heilige Absichten dabei haben! Gott kann helfen, Gott will helfen!»
«Der Herr hat in seinen Versprechen und Einladungen keine Zeit ausgenommen. "Wenn ihr mühselig und beladen seid", sagt Er,"so kommet zu mir, ich will euch erquicken." Die Kirche war nie ohne Zeichen (= Wunder), wie sie auch nie ohne Kampf war. Durch Zeichen mußte sie sich stets als die wahre Kirche bewähren. Und in unseren Zeiten hat sie es notwendiger denn je.»
Aus: Die Macht des Gebetes - Leben und Wirken des Niklaus Wolf von Rippertschwand, von Ida Lüthold-Minder, Antonius-Verlag, Solothurn, 1985

Sonntag, 13. Mai 2007

Heiliger Antonius, du großer Helfer in allen Nöten

St Anthony of Padua, Feast: June 13thDu großer Helfer in allen Nöten, zu dem wir gehen, zu dem wir beten, du Gottverkünder, du Weltbehüter, du Wiederbringer verlorener Güter, du Weiser, Gütiger, Vater der Armen, siehe uns Suchende, habe Erbarmen.
Wir haben verloren, was uns ward beschieden: Liebe und Eintracht, Verstehen und Frieden.
Wir haben verloren das tiefe Vertrauen, das gläubige, mutige Aufwärtsschauen.
Wir haben verloren die Einfalt der Sitten, sind voller Hoffart des Weges geschritten.
Wir haben verloren, was groß dir geschienen: die Freude am Opfer, den Willen zum Dienen.
Wir haben verloren: Gut und Bös, diese beiden, klar zu erkennen, fest zu entscheiden.
Wir haben verloren, im Denken und Wisssen, daß wir voll Demut uns beugen müssen.
Wir haben, in Lug und Trug und Gefahren, verloren die Freue am Reinen und Wahren.
Wir haben verloren den Mut zum Bekennen und froh uns Gottes-Kinder zu nennen,
und daß wir über Mauern und Schranken uns brüderlich lieben und helfen und danken.
Du Gottverkünder, du Weltbehüter, du Wiederbringer verlorener Güter:
Wir kommen, verlorene Kleinigkeiten dir täglich und stündlich zu unterbreiten.
Und dein Arm hält das Größte der Welt umfangen, wert, daß wir nach Großem und Größtem verlangen,
so bitte für uns, auf daß uns beschieden: Reichtum des Herzens, Demut und Frieden.

Clara Wettach

Nihil obstat, Fr. Pacifique Feidt, O.F.M. Min. Prov., Metis, die 10 Maii 1957 - Imprimatur + Josephus Joannes Episc. Metensis, die 12 Maii 1957 - Imprimerie Franciscaine, Phalsbourg (Moselle)

Dienstag, 8. Mai 2007

Einladung für den 5. Juni 2007

Als ausdruckbares A4-Blatt (2 x falzen) haben wir dieses PDF-File angefertigt:

IMMACULATA_Ring_Einladung_06_05.pdf

Wer noch keine Version des ADOBE-Readers installiert hat, kann die neueste
Version gratis herunterladen unter folgendem Link:
http://www.adobe.com/de/products/acrobat/readstep2.html

Man beachte, daß man, wenn die Datei im Adobe-Reader geöffnet ist, an verschiedenen Stellen des Dokuments Links folgen kann!

Montag, 7. Mai 2007

Unter dem Immaculata-Banner (Von Pfarrer Robert Mäder)

Prälat Mgr Robert MäderZum Bild: Pfarrer Robert Mäder in Basel zwischen Kirche und Pfarrhaus

Kardinal Gibbons pflegte zu sagen: Man darf nicht zurückschauen. Die Frau des Loth hat zurückgeschaut und sie kam um. Zurückschauen heißt stehenbleiben, also aufhören vorwärts zu gehen. Das ist der Anfang vom Ende. Die Jungen, das sind die, die vorwärts schauen. Kardinal Gibbons hat noch etwas gesagt: Wenn man einmal ein gewisses Alter erreicht hat, dann muß man viel mit den Jungen verkehren, damit man jung bleibt. Die Jungen haben Pläne, Hoffnungen, Zukunftswillen. Die Jungen glauben an das Morgen und Übermorgen. Die Jungen leben in der Erwartung großer Dinge.
Das Wahrzeichen dieses katholischen Zukunftwillens ist die Fahne. Eine Fahne ist mehr als ein Stück gestickter Seide. Sie ist ein Programm. Ein Sinnbild von dem, was man zu tun gedenkt. Die Jugend darf sich nicht lange besinnen, was sie auf ihre Fahne schreiben will. Ein Franzose hat einmal gemeint: "Alle katholischen Unternehmungen, die verkrachen, verkrachen, weil zu wenig von Maria in ihnen ist." Also zu wenig von der Schlangenkopfzermalmerin. Zu wenig vom Sonnenweib, von der Immaculata. Die Fahne der katholischen Jugend, der Christkönigsjugend von morgen, muß deswegen das Marienbanner sein. Das Banner der Reinheit. Voraussetzung für die Erfolge der Kommenden ist nicht nur ein tapferes Schwert, sondern auch ein blanker Schild.
Heut spricht alles nur noch vom gesunden und starken Leib. Unter dem gesunden und starken Leib kann ein moralischer Schwächling und ein grundsatzloser Feigling stecken. Darum wählt die katholische Jugend als Fahnenbild nicht irgendeinen Kraftmenschen, sondern die allerreinste, die Immaculata. Wichtiger als der starke und gesunde ist der reine Mensch.
Die Immaculatafahne als Jugendbanner ist ein grundsätzliches Bekennntis in der Frage der Leibeskultur. Was wir auf dem Gebiete der Leibeskultur durchgemacht haben, das ist nicht eine bloße Zeitströmung. Es ist eine Umwälzung. Eine Revolution wie 1789. Eine Revolution des Fleisches gegen den Geist, des Leibes gegen die Kirche. Der Leib schüttelt die alten moralischen Grundsätze der Kirche ab und setzt sich, Papst und König zugleich, eigenmätig die Krone aufs Haupt. Wenn nicht alles täuscht, dann wird, wie am Vorabend der Sintflut, die nächste Zukunft dem Fleisch gehören.
Da wird das Banner der Immaculata als Jugendbanner zum Zeichen der Scheidung und Entscheidung. Man muß heute wählen. Entweder die alte katholische Auffassung oder die moderne heidnische Auffassung vom Leibe. Entweder das Evangelium des Kreuzes auch für den Leib oder das Evangelium des schrankenlosen Genusses. Entweder die Seele als Herrin und der Leib als Diener oder umgekehrt der Leib als Herr im Hause und die Seele als Magd. Entweder gehen wir nach dem Vorbilde Marias auf dem Weg des Opfers hinauf zur einstigen Himmelfahrt des Leibes, oder wir gehen nach dem Vorbild der Welt hinab auf dem Weg des Genusss zur einstigen Höllenfahrt des Leibes.
Noch einmal: man muß wählen! Es ist ein radikaler, unüberbrückbarer Gegensatz zwischen der katholischen Auffassung und der modernen Auffassung vom Leibe, zwischen der der Immaculata, der katholischen Heiligung und aller edlen Seelen, und der der modernen Plakatsäulen, der Schaufenster, der Kinos und Variétés und der emanzipierten Modeweiber.
Wenn man wissen will, was der Leib des Menschen ist, muß man nicht nur den Naturforscher und den Arzt fragen, sondern vor allem den Heiligen Geist. Was der Leib ist, steht bei Paulus im ersten Korintherbrief: Wisset ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt? (6, 19.) Die Verirrungen der modernen Leibeskultur haben ihre Ursache darin, daß wir diesen Satz nicht Tag und Nacht mit uns herumtragen, und daß wir in Beziehung auf den Leib mehr auf die Wissenschaft als auf die Bibel hören. Mit dem Glauben an den Leib als Tempel des Heiligen Geistes steht und fällt im gewissen Sinn die ganze christliche Kultur.
Wenn der Leib des Menschen, der im Stande der heiligmachenden Gnade sich befindet, ein Tempel des Heiligen Geistes ist, dann ist die Eigentumsfrage in bezug auf den Leib entschieden. Der Leib ist Gottes! Paulus schreibt darum auch ausdrücklich. Der Leib ist für den Herrn! (I. Kor. 6, 13.) Jedes Glied hat gottesdienstlichen Zweck, d.h. es hat die Aufgabe, in seiner Art, den Willen des Allerhöchsten zu erfüllen, der alleiniger und ausschließlicher Besitzer und Bewohner des Menschenleibes ist.
Die Glieder des Leibes sind nicht souverän, weder das Auge noch die Zunge noch der Magen noch der Fuß noch die Hand noch irgend ein anderes Organ. Sie haben kein Selbstbestimmungsrecht. Sie dürfen nicht machen, was sie wollen. Ihr Souverän, Eigentümer und Hausherr ist der Heilige Geist, dem sie für jede Bewegung verantwortlich sind. Hier gilt die absolute Monarchie! Der Leib ist Gottes! Der Leib ist für den Herrn! Darum auch bei den körperlichen Handlungen alles zur größeren Ehre Gottes! Alles, weil und wie Gott es will! Alles in Gottes Dienst! Alles! Auch Arbeit, Ernährung, Erholung! Alles! Der Leib ist Gottes! Mit jeder Faser ein Reich des Heiligen Geistes!
Daraus folgt das andere: Der Leib ist ein Heiligtum! (I. Kor. 3, 17.) Das ist nicht bloß fromme Phrase. die Heilige Schrift hat keine Phrasen, sondern nur ewige, unfehlbare Wahrheiten. Die Tatsache, daß der Heilige Geist wirklich, wahrhaft und wesentlich mit Seiner Gnade in uns wohnt, verlangt, daß wir dem Leibe des Christen die gleiche Ehrfurcht entgegenbringen wie der Kirche, die Gott dem Herrn geweiht ist und das Allerheiligste im Tabernakel trägt. Darum keine Profanation des Leibestempels! Keine Tempelentweihung! Jede Sünde am Leibe des Getauften ist Tempelentweihung und darum größer als die Sünde am Leibe des Nichtchristen. Hausfriedensbruch gilt als Vergehen. Umsomehr ist Schändung eines Gotteshauses unter gesitteten Menschen eine gemeine Tat.
Wir wissen deswegen, was wir von der Entweihung des wandelnden Heilig-Geisttempels, des menschlichen Leibes, zu halten haben. Es ist ein Verbrechen im wirklichen Sinne des Wortes und wir staunen nicht mehr, wenn wir von Paulus, dem Anwalt und Apostel der christlichen Menschenwürde, das furchtbare Wort hören: Wenn jemand den Tempel Gottes entheiligt, wird ihn Gott zugrunde richten. Denn der Tempel Gottes ist heilig und der seid ihr (I. Kor. 3, 17). In diesem Lichte müssen wir als Christen den Leib und die Sünde gegen den Leib betrachten - mit den Augen des Glaubens. Unsittlichkeit ist in diesem Lichte Profanation, Tempelentweihung, Gottesraub, Sünde wider den Heiligen Geist.
Man hat während des Krieges von Barbarei gesprochen, wenn eine schöne Kirche verwüstet wurde. Die Barbarei bestand nicht so sehr in der Verwüstung eines Kunstwerkes als in der eines Gotteshauses. Jede Verführung steht auf der gleichen Stufe der Barbarei. Sie ist Zerstörung eines Heiligtums, das keinen Künstler, sondern Gott selbst zum Baumeister hat, das nicht von einem Bischof, sondern vom Heiligen Geist konsekriert worden ist, und das vom Geist der Wahrheit, der Liebe und der Heiligkeit selber bewohnt wird.
Der Leib ein Heiligtum! Was ist in diesem Lichte moderne Mode und Vergnügungssucht? Wenn der Leib im Stande der Gnade ein Tempel des Heiligen Geistes ist, was ist dann von diesen sinnlichen, auf unseren Straßen herumlaufenden Figuren zu halten, die nicht mehr wie lebendige christliche Tempel, sondern wie heidnischen Götzenbilder der Venus aussehen? Die schamlose Mode ist eine Profanation der Menschen- und der Christenwürde, eine Verdirnung und Schändung des Tempels des Heiligen Geistes. Was ist vom schamlosen Tanz zu sagen? Er ist eine Säkularisierung, eine Verweltlichung, eine Entweihung des christlichen Leibes!
Wie kann man heutzutage überhaupt etwas auf diesem Tanzen halten, wenn man von seinem Leibe diese erhabene durchaus religiöse Auffassung hat wie sie Paulus in seinen Briefen fordert? Vor Jahren hat der Erzbischof von Cincinnati ein Hirtenschreiben erlassen. Er sagt darin: Es kann nicht geleugnet werden, daß selbst die ehrenhaftesten Tänze eine Gefahr für die Seele sind. Eltern die ihre Kinder in Sittsamkeit und Reinheit der Seele erhalten wollen, werden ihnen niemals die Teilnahme an gefährlichen Maskenbällen erlauben. Das ist selbstverständlich. Wie kann sodann etwas, das eine Gefahr ist für das Christentum, zur Förderung der Nächstenliebe und der Interessen der Religion dienen? Das Christentum macht auf dem modernen Tanzboden keine Eroberungen. Die Religion des Gekreuzigten kann dort nur Niederlagen holen. Die Tempel des Heiligen Geistes haben anderes zu tun!
Man mag von Gesundheitspflege, Sport, Mode, Kunst reden, auf dem tiefsten Grunde der Diskussion wartet schließlich immer die grundsätzliche Frage: Wie denkt ihr vom menschlichen Leibe? Ist euch der Leib des Mannes und der Frau ein von Gott geschaffenes, wenn auch durch die Erbsünde erschüttertes Kunstwerk, ein durch das Mysterium der Gnade geheiligter Tempel der dreieinigen Gottheit, für den immer und überall und ausschließlich Gottes Gesetze maßgebend sind? Oder ist euch der Leib nur Spiel- und Genußsache, nur Objekt gemeiner Neugier und unreiner Lust? Nur Fleisch?!
Noch einmal: Es geht bei all diesen Fragen nicht bloß um Modeanschauungen. Es geht um Sein oder Nichtsein der menschlichen Gesellschaft, darum, ob die Menschen Menschen, Gottestempel bleiben. Was auf diesem Gebiet vor sich geht, ist nicht bloß Zeitströmung. Es ist Umwälzung der Gesetze des Anstandes, der Schicklichkeit und Sittlichkeit. Es ist Revolution! Wenn aber Revolutionszustand ist und der Staat sich ohnmächtig fühlt, die Ordnung aufrecht zu erhalten, dann ist jeder Bürger Soldat.
Die Fahne ist kein Spielzeug. Die Fahne der Schlangenkopfzermalmerin erst recht nicht. Hört nur das Weihegebet der Kirche: "Herr Jesus Christus, dessen Kirche wie eine geordnete Schlachtfront, segne diese Fahne, damit alle, die unter ihr Dir, dem Herrn der Heerscharen Kriegsdienst leisten, durch die Fürsprache der allerseligsten Jungfrau ihre sichtbaren und unsichtbaren Feinde in dieser Welt niederringen und nach dem Siege im Himmel zu triumphieren verdienen, durch Dich, Jesus Christus." Unter der Fahne stehen ist Kriegsdienst! Die katholische Jugend darf nicht bloß frohe Feste feiern. Sie muß in den Kampf ziehen gegen alles Gemeine, alles Freche, alles Schmutzige, wo immer es sein Haupt erhebt.
Vor einiger Zeit konnte man in den Straßen von Mühlhausen Plakate sehen, die jedem Anstandsgefühl Hohn sprachen; die katholischen Jünglingsvereine von Mühlhausen und Umgebung nahmen in einer Versammlung Stellung dazu und faßten eine Resolution in welcher die zuständigen Behörden ersucht werden, einzutreten für moralische Sauberkeit der Straßen, Kioske und öffentlichen Lokale. Im Anschluß an die Versammlung begaben sich die Teilnehmer in die Stadt und rissen die skanalösen Plakate gewaltsam von den Mauern und den Plakatsäulen weg.
Gibbons Wort soll wahr werden: Die Jugend schaut vorwärts. Sie sonnt sich nicht träge auf den Lorbeeren errungener Erfolge. Sie lebt in der Erwartung großer Dinge, die noch zu tun sind. Eine solche Zukunftsaufgabe, die auf unsere Jugend wartet, ist der Kampf gegen Schmutz und Gemeinheit in allen Formen. Katholische Jugend! Vorwärts unter dem Banner der Immaculata. Es lebe die Tat!

Pfarrer Robert Mäder in "Mit Maria in die neue Zeit", Verlag Nazareth / Basel (Schweiz) - Mit kirchlicher Druckerlaubnis des Ordinariates Basel vom 14. April 1939

Daraus noch das VORWORT:

Der Führerin

Das vor Jahresfrist erschienene Bernadot-Buch "Maria und ich" hat mit unwiderstehlicher Klarheit den Beweis geleistet, daß die allerseligste Jungfrau nach dem Leben Jesu die vollkommenste Schule der Vollkommenheit ist.
Mit dieser neuen Schrift wollen wir nachweisen, daß Maria, weit entfernt veraltet zu sein, von höchster zeitgestaltender Aktualität ist. Es wird kaum ein modernes Problem geben, für das sie nicht Antwort und Lösung bedeutet.
Weil wir an die neue Zeit glauben, glauben wir, daß sie, nach einem geistigen Weltgesetz uns durch Maria kommen wird. Durch die marianische Totalität werden wir zur katholischen Totalität gelangen.
Es scheint uns Zeitnotwendigkeit zu sein, Maria der modernen Welt in diesem Lichte zu zeigen. Nicht schulmäßig, sondern aus dem Leben fürs Leben.
Basel, am 18. Januar 1939. - Robert Mäder, Pfr.

Dienstag, 1. Mai 2007

Hingabe an das heiligste Herz Jesu

Heiligstes Herz Jesu, ich opfere Dir auf meinen Willen, daß Du ihn stärkest! Meinen Verstand, daß Du ihn erleuchtest! Mein Gedächtnis, daß Du es einnehmest! Meine Begierden und Neigungen, daß Du sie reinigest! Ich opfere Dir auf meine Absichten, daß Du sie leitest! Meine Mühen und Arbeiten, daß Du sie segnest, und alle meine inneren und äußeren, geistlichen und leiblichen Übungen, daß Du sie heiligest. Dein göttliches Herz, o Jesus, soll alles besitzen, was ich bin und was ich habe. Deine Liebe zu mir ist meine Hoffnung, mein ganzes Vertrauen.
In das heiligste Herz Jesu lege ich diesen Tag (diese Nacht) alle armen Kranken, damit sie geheilt werden, alle armen Sünder, damit sie bekehrt werden; alle armen Sterbenden, damit sie gerettet werden; alle Armen Seelen, damit sie erlöst werden; mich und all die lieben Meinen und alle, die in Gott mir lieb und teuer sind und für die ich zu beten schuldig bin, damit wir gesegnet und vor allem Unglück des Leibes und der Seele bewahrt bleiben.

Mit kirchlicher Druckerlaubnis - Kanisius-Verlag, 1701 Freiburg i.Ue. und Kanisiuswerk, Konstanz, Blarerstraße 18

Sonntag, 29. April 2007

Gebet zu Christus, dem König der Welt

Herr Jesus Christus, ich erkenne Dich an als König der Welt. Für Dich ist erschaffen alles, was gemacht worden ist. Verfüge über mich ganz nach Deinen Rechten!
Ich erneuere meine Taufgelübde: ich widersage dem Satan, seiner Pracht, seinen Werken, und verspreche, stets als guter Christ zu leben. Ganz besondes verpflichte ich mich, den Rechten Gottes und Deiner heiligen Kirche nach Kräften zum Triumphe zu verhelfen.
Göttliches Herz Jesu, ich opfere Dir meine armseligen Werke auf, um dadurch zu erlangen, daß alle Herzen Deine geheiligten Königsrechte anerkennen und daß so das Reich Deines Friedens in der gesamten Welt begründet werde. Amen.

Vollkommener Ablaß, einmal täglich, unter den gewöhnlichen Bedingungen.
(Hl. Pönitenziarie, 21. Februar 1923)
Imp. Argentinae, die 24 Sept. 1926, Ch. KOLB, Vic. gen.

Samstag, 28. April 2007

Apostolisches Gebet zu allen Engeln und Heiligen vom heiligen Vinzenz Pallotti

Herr Jesus Christus, der Du, um die Menschen zu erlösen, gehorsam geworden bist bis zum Tode am Kreuze, und Deinen Aposteln und Jüngern gesagt hast: "Die Ernte ist zwar groß, doch der Arbeiter sind nur wenige, bittet darum den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter in seine Ernte sende", verleihe uns die Gnade, daß wir diese Gebete in jener Meinung verrichten, in der Du selbst auf Erden Deinen himmlischen Vater angefleht hast. Erhöre uns doch in Deiner unendlichen Barmherzigkeit, um der Verdienste und Fürbitte Deiner heiligen Mutter und aller Engel und Heiligen willen. Amen.
  • Durch das Geheimnis Deiner Menschwerdung, sende Arbeiter in Deinen Weinberg und schone Deines Volkes!
  • Durch Deine Geburt und Offenbarung, sende Arbeiter in Deinen Weinberg und schone Deines Volkes!
  • Durch Dein Gebet, Deinen Gehorsam und Deine Sanftmut, sende Arbeiter in Deinen Weinberg und schone Deines Volkes!
  • Durch Deine Taufe und Dein heiliges Fasten, sende Arbeiter in Deinen Weinberg und schone Deines Volkes!
  • Durch Deine wunderbare Lehre, sende Arbeiter in Deinen Weinberg und schone Deines Volkes!
  • Durch die göttliche Einsetzung der heiligen Sakramente, sende Arbeiter in Deinen Weinberg und schone Deines Volkes!
  • Durch Dein heiliges und ewiges Priestertum, sende Arbeiter in Deinen Weinberg und schone Deines Volkes!
  • Durch Dein Kreuz und Leiden, sende Arbeiter in Deinen Weinberg und schone Deines Volkes!
  • Durch jene unendliche Liebe, in der Du die Welt mit Deinem kostbaren Blut erlöst hast, sende Arbeiter in Deinen Weinberg und schone Deines Volkes!
  • Durch Deinen Tod und Dein Begräbnis, sende Arbeiter in Deinen Weinberg und schone Deines Volkes!
  • Durch Deine heilige Auferstehung, sende Arbeiter in Deinen Weinberg und schone Deines Volkes!
  • Durch Deine wunderbare Himmelfahrt, sende Arbeiter in Deinen Weinberg und schone Deines Volkes!
  • Durch die Ankunft des Heiligen Geistes, des Trösters, sende Arbeiter in Deinen Weinberg und schone Deines Volkes!
  • Um der Verdienste und der Fürbitte Deiner heiligen Mutter willen, sende Arbeiter in Deinen Weinberg und schone Deines Volkes!
  • Um der Verdienste und der Fürbitte Deiner heiligen Engel und Erzengel willen, sende Arbeiter in Deinen Weinberg und schone Deines Volkes!
  • Um der Verdienste der heiligen Patriarchen und Propheten willen, sende Arbeiter in Deinen Weinberg und schone Deines Volkes!
  • Um der Verdienste der heiligen Apostel und Evangelisten willen, sende Arbeiter in Deinen Weinberg und schone Deines Volkes!
  • Um der Verdienste Deiner heiligen Jünger willen, sende Arbeiter in Deinen Weinberg und schone Deines Volkes!
  • Um der Verdienste der heiligen unschuldigen Kinder und heiligen Martyrer willen, sende Arbeiter in Deinen Weinberg und schone Deines Volkes!
  • Um der Verdienste der heiligen Bischöfe und Bekenner willen, sende Arbeiter in Deinen Weinberg und schone Deines Volkes!
  • Um der Verdienste der heiligen Kirchenlehrer, Priester und Leviten willen, sende Arbeiter in Deinen Weinberg und schone Deines Volkes!
  • Um der Verdienste der heiligen Mönche und Einsiedler willen, sende Arbeiter in Deinen Weinberg und schone Deines Volkes!
  • Um der Verdienste der heiligen Jungfrauen und Witwen willen, sende Arbeiter in Deinen Weinberg und schone Deines Volkes!
  • Um der Verdienste aller Heiligen willen, sende Arbeiter in Deinen Weinberg und schone Deines Volkes!

O Königin der Apostel, bitte doch Deinen Sohn, den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter in seine Ernte sende und seines Volkes schone.

All ihr heiligen Engel und Erzengel, Throne und Gewalten, Kräfte des Himmels, Cherubim und Seraphim, Patiarchen und Propheten, ihr Lehrer des heiligen Gesetzes und Apostel, all ihr Martyrer Christi und Jungfrauen des Herrn, ihr heiligen Bekenner und Einsiedler, all ihr Heiligen: Bittet den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter sende in seinen Weinberg und seines Volkes schone, damit wir uns alle mit ihm und dem Vater und dem Heiligen Geiste erfreuen mögen in alle Ewigkeit. Amen.

Montag, 23. April 2007

Litanei von der Ergebung in den göttlichen Willen im Vertrauen auf die göttliche Vorsehung

Eine für unsere Mitglieder sehr zu empfehlende Gebetsübung:
Die Litanei von der Ergebung in den göttlichen Willen im Vertrauen auf die göttliche Vorsehung!

004 - Es gibt kein Gut weder im Himmel noch auf Erden, das nicht jener im Sterben mit sich nimmt, der den Willen Gottes erfüllt

Aus: Das Reich des göttlichen Willens, 8. März 1914

Verfüge über mich ganz"Meine Tochter! Wer in meinem Willen lebt, macht sich alles zu eigen, was ich tue. Ist einmal der Wille der Seele eins geworden mit dem meinigen, tut auch sie all das, was mein Wille tut. Stirbt nun jemand so in meinem Willen, dann gibt es kein Gut, das er nicht mit sich nimmt, da es kein Gut gibt, das mein Wille nicht enthält. Er allein ist ja jeden Gutes Ursprung und Leben. (Vita in voluntate eius, Leben ist in seinem (Gottes) Willen. Psalm 29,6) Wer also in meinem Willen stirbt, nimmt mit sich die Verdienste der Messen, die gelesen, der Gebete, die verrichtet, der guten Werke, die vollbracht werden, weil sie alle die Frucht meines Willens sind. Ein einziger Akt mit meinem Willen gewirkt, übertrifft unendlich das Wirken aller Geschöpfe in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Stirbt jemand in meinem Willen, dann gibt es keine Schönheit, keine Liebe, nichts, gar nichts, das jener Seele gleichkommen könnte. Ihr öffnen sich beim Eintritt ins himmlische Vaterland die Pforten, ihr Ehre zu erweisen für all das, was sie mit meinem Willen vollbracht hat. Wie dir die Festlichkeit schildern, wie das Erstaunen, das sich der Seligen bemächtigt, wenn sie diese Seele schauen, deren Wirken ganz das Siegel des göttlichen Willens trägt? Wenn sie sehen, daß alles, was sie in meinem Willen getan: jeder ihrer Gedanken, jedes ihrer Worte und ihrer Werke in ebensoviele Sonnen verwandelt sind, die ihren Schmuck bilden? Sonnen, von denen jede einzelne an Glanz und Schönheit von der anden verschieden ist? Sie werden auch ebensoviele göttliche Bächlein sein, die alle Seligen mit Wonne überfluten. Und als ob die Himmelsbewohner deren Fülle nicht zu fassen vermöchten, fluten sie abwärts, um auch jene zu beglücken, die noch auf der irdischen Pilgerschaft begriffen sind.
Meine Tochter! Mein Wille ist das Wunder der Wunder, der Schlüssel zu dem Geheimnis, das Licht, die Heiligkeit und den Reichtum an Schätzen zu finden; der Schlüssel zu der Schatzkammer, wo alle Güter verwahrt sind, die nicht erkannt, deswegen nicht geschätzt, noch weniger geliebt werden."

Siehe auch: Luisa Piccarreta and the Divine Will

Freitag, 20. April 2007

Wir weihen unser Sühnewerk unserer ewigen Königin-Mutter und ihrem göttlichen Königs-Kinde

Maria Immaculata with Child JesusGleich von Start weg soll unser Sühne-Gebetskreis der Unbefleckten Königin Himmels und der Erde und Ihrem göttlichen Königskinde, unserem HERRN und GOTT geweiht sein und natürlich auch dem Heiligen Joseph, dem Oberhaupt der Heiligen Familie, dem Schutzpatron der ganzen, weltweiten Kirche des Gottessohnes, dem Kenner und Lehrer und Beispiel des beschaulichen, mystischen Lebens.
Vor (u.a.) diesen durch Pater Bernward Deneke, FSSP, am 19. März 2007 besonders (ein-)gesegneten, von unserem Mitarbeiter Josef Wohler gefertigten Statuen in unserer Wohnstube auf «Weesen» wollen wir anfänglich und bis auf weiteres unsere Gebete verrichten, unsere Lieder singen, unsere Andacht halten. Dazu möge uns auch die folgende Jesuskind-Hymne immer wieder neu begeistern:

Ich, das liebe Jesulein kehr' im Bilde bei Dir ein und bitt Dich um den Ehrenplatz; denn Ich bin doch Dein größter Schatz! O öffne Mir Dein Herz, Dein Haus; Ich ströme Gnad' und Segen aus! Und hab Mich lieb und halt Mich wert, was immer dann Dein Herz beschwert; bin Ich bei Dir so recht daheim, dann hast Du immer Sonnenschein! Bist nie mehr einsam, fremd, allein; Ich will ein treuer Freund Dir sein! Bist traurig Du, gedrückt und müd', wird froh Dein Aug', wenn Mich es sieht! In jeder Sorge, Angst und Pein an Meinem Herzlein, aus Dich wein'; Ich, 's Jesuskind, mach alles gut, dem, der in Meiner Liebe ruht; in Armut, Krankheit, jeder Not, komm nur zu Mir, Ich bin Dein Gott! Niemand kennt so Deine Pein wie Ich, Dein liebes Jesulein! So bitter ist kein Leid, kein Schmerz, wie, was gelitten hat Mein Herz! Nie wirst umsonst zu Mir Du gehn; Mein Herz wird immer Dein's verstehn! Mein Herz, das so unendlich reich an Lieb', der Meine Allmacht gleich! Ja komm zu Mir nur allezeit, vertrau Mir alles, Freud und Leid! Gib ganz Dich Meiner Liebe hin, dann wird gar alles Dir Gewinn! Mein Herz es immer gut Dir meint, auch wenn es Dir oft anders scheint! Vertraue, glaub' an meine Lieb', auch wenn Ich in Geduld Dich üb'! Bei mir ist Hilfe, Trost und Ruh, drum komm' und schöpfe immerzu! Sei unverzagt: Willst treu Du sein, bleibt stets Dir treu Dein Jesulein! Dann bleib Ich gern, ja gern bei Dir und hole einstens Dich zu Mir; dann schenk Ich für Dein traut' Daheim als Heimat Dir den Himmel Mein!

Sonntag, 15. April 2007

Umfassendes Sühne-Aufopferungsgebet

Heiligste Dreifaltigkeit, mein Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist, ich bete Dich aus tiefster Seele durch das unbefleckte und schmerzerfüllte Herz Mariens, Deiner heiligsten Tochter, Braut und Mutter und Königin und Geliebtesten an und opfere Dir auf durch dasselbe unbefleckte und schmerzerfüllte Herz den kostbarsten Leib, die Menschheit, jede Wunde, jeden Schmerz, das kostbarste Blut, jeden Tropfen, das Heiligste Herz, die unendliche Liebe, das heiligste Antlitz, die unendliche Güte, Milde und Barmherzigkeit, die schmerz- und pein- und leid-erfüllte Seele und die Gottheit Jesu Christi, gegenwärtig in allen Tabernakeln der Welt und auf allen Altären der Welt, wo heute und je ein Meßopfer dargebracht wurde und wird, in, mit und durch Jesus Christus, Deinem eingeborenen Sohn, unserem Herrn und Erlöser, zu Deiner größeren Ehre und Verherrlichung, aus reinster Liebe zu Dir und zu den Seelen, die Du erschaffen und erlöst hast, und zur Genugtuung für alle Schmach, Schandtaten und Gleichgültigkeit, mit welcher Er Selber beleidigt wird, und durch die unendlichen Verdienste Seines Heiligsten Herzens und die Fürsprache des unbefleckten Herzens Mariens erflehe ich von Dir, o Allerheiligste Dreifaltigkeit, die Bekehrung der armen Sünder und die Erlösung der Armen Seelen aus dem Fegfeuer, die Heilung und Heiligung all unserer Kranken, Verfolgten, Gefangenen, Besessenen, Umsessenen, Süchtigen und Lasterhaften. Amen.

Freitag, 13. April 2007

003 - Auch die Sakramente bringen Früchte hervor entsprechend dem Grade der Vereinigung mit dem Willen Gottes

Aus: Das Reich des göttlichen Willens, 25. September 1913

Herr, hier sind meine Hände"Meine Tochter! Der Wille Gottes bildet den Mittelpunkt der Seele. Tief in ihrem Innern ruht er. Indem er gleich der Sonne seine Strahlen entsendet, spendet er Licht dem Geiste, Heiligkeit allen Handlungen, Kraft zum Voranschreiten, Leben dem Herzen, Macht dem Worte und allem übrigen. Während er in der Seele wirksam ist, umfaßt er auch die ganze Schöpfung von allen Seiten, wie er es im Himmel tut.
Meine Tochter! Ich mußte die Heiligkeit leicht und zugänglich machen für alle, jene ausgenommen, die nichts von ihr wissen wollen, erreichbar machen in allen Verhältnissen, unter allen Umständen und an allen Orten. Das hlst. Altarssakrament ist das hauptsächlichste Heiligungsmittel. Aber wer hat es eingesetzt? Wer brachte meine Menschheit und meine Gottheit zu solcher Erniedrigung, in dem engen Umkreis einer Hostie sich einzuschließen? War es nicht mein Wille? Die Eucharistie enthält folglich alles, weil sie meinen Willen enthält. Die am meisten daraus Nutzen ziehen sollten, sind meine Priester, die mittels meiner eigenen Worte mich vom Himmel auf die Erde herabrufen und in ihre Hände legen. Soviele Seelen empfangen mich täglich, alle sollten sie heilig sein. Doch ist es betrübend sehen zu müssen, daß sie stets auf dem nämlichen Punkte stehen bleiben, eitel, zornig, empfindlich sind, von andern Fehlern gar nicht zu reden. Ach, wie sehr entehren diese Seelen meinen Willen im hlst. Sakramente! Andrerseits wird eine Familienmutter, die meinen Willen tut, wenn sie auch nicht in der Lage ist, mich täglich zu empfangen, geduldig und liebevoll sein und den Wohlgeruch meiner eucharistischen Tugenden in sich aufnehmen. Ist es vielleicht nicht mein Wille, dem sie sich unterwift und den sie statt des hl. Sakramentes in sich aufnimmt? Ohne Zweifel rufen die Seelen in dem Maße, als sie meinem Willen unterworfen und in dem Grade, als sie mit ihm verbunden sind, die sakramentalen Wirkungen hervor. Fehlt jedoch die Verbundenheit mit meinem Willen, dann kommunizieren sie zwar, gehen aber leer aus. Sie beichten, sind aber immer mit Sündenschuld befleckt. Sie besuchen mich im hl. Sakrament, doch ihr und mein Wille sind ohne Verbindung. Für sie bin ich wie tot, denn mein Wille allein ist die Lebenskraft, die alle Güter hervorbringt, Leben auch den Sakramenten verleiht."

002 - Der Wille Gottes ein schmerzstillendes Mittel für die Seele

Aus: Das Reich des göttlichen Willens, 19. Februar 1913

"Mein Wille ist für die Seele das, was ein schmerzstillendes Mittel für körperliche Leiden. Müssen die armen Patienten sich einer Operation unterziehen, so werden sie durch ein schmerzstillendes Mittel eingeschläfert. Auf diese Weise ist es ihnen erspart, die Heftigkeit der Schmerzen zu spüren. Erwachen sei nach einer gut verlaufenen Operation und haben sie nicht zu sehr gelitten, ist das nur der Narkose zuzuschreiben.
So ist auch mein Wille ein schmerzstillendes Mittel für die Seele. Er schläfert ein den stolzen Sinn, die Eigenliebe, die Selbstgefälligkeit und all das, was menschlich ist. Er läßt nicht zu tief gehen den Kummer, die Verleumdung, die Leiden und Seelenqualen, weil mein Wille die Seele gleichsam eingeschläfert hält. Damit verliert sie aber keineswegs die Wirkungen und Verdienste. Im Gegenteil, sie vermehrt sie, als ob sie alle ihre Leiden allein erduldet hätte. Nun beachte den Unterschied. Während man schmerzstillende Mittel für den Köper kaufen muß, von ihnen nicht oft und auch nicht alle Tage Gebrauch machen darf, weil, wenn man zuviel nimmt, man stumpfsinnig wird, besonders bei einer schwachen Konstitution, gebe ich das schmerzstillende Mittel meines Willens kostenlos her. Auch kann man es jeden Augenblick nehmen. Je öfter man es anwendet, desto mehr Licht gewinnt die Erkenntnis, und wenn die Seele schwach ist, schöpft sie aus ihm göttliche Kraft und Stärke.

Donnerstag, 12. April 2007

Das Lourdes-Lied

Bischof Kurt Koch an der Grotte
Die Priesterschaft der Schweizer Lourdes-Pilger April 2005 an der Grotte

Es schallet der Glocken geheiligter Mund,
Verkündet das Ave Maria zur Stund’!
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Da führet der Engel beim himmlischen Gruß
Das Kind Bernadette zum rauschenden Fluß.
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Ein Wehen des Windes das Mägdlein vernimmt,
Ein Zeichen der Gnade, von oben bestimmt.
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Es schauet am Felsen ein himmlisches Licht,
Der Morgenstern glänzet so wonniglich nicht.
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Und lächelnd von Liebe, o himmlisches Bild!
Erscheint eine Jungfrau in Strahlen gehüllt.
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Ihr Auge, es leuchtet in göttlichem Licht
Und spricht voller Güte: “Kind, fürchte Dich nicht!“
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Schneeweiß wie die Lilie erglänzt ihr Gewand,
Die Hüften umschlinget ein himmelblau Band.
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Ihr prangt eine Rose zu Füßen so schön,
Als wär sie entsprossen auf himmlischen Höh’n.
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Einen Rosenkranz hält sie, wie Perlen so weiß,
In gefalteten Händen, sie betet ihn leis.
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Mit klopfendem Herzen das Mädchen dasteht,
Es faltet die Hände zum Avegebet:
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Da schwand die Erscheinung, das Mädchen geht fort:
Doch auf Widerseh’n morgen, am heiligen Ort!
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Es schmachtet die Seele schon im Morgengrau’n
Der Stunde entgegen sie wieder zu schau’n.
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

„O irdische Mutter, verwehre mir nicht,
Zu besuchen die Mutter im himmlischen Licht!“
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

„O laß mich sie schauen, so schön und so hehr!
Will fragen die Dame, was sei ihr Begehr.“
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Und gleich einer Taube, so folgt sie dem Zug
Zum Tabor, dem neuen, in eilendem Flug.
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

„Was wünschest Du Jungfrau, an Liebe so reich,
O sage mir’s, ich will es erfüllen sogleich?“
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

„Nimm deine Gefährten, komm vierzehnmal her,
Meine Worte zu hören, das ist mein Begehr!“
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

„Zum Lohne versprech’ ich dir himmlisches Glück.
Auf Erden dir laß ich nur Leiden zurück.“
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

„Ach, Du bist so gütig, die Welt ist so schlimm,
Verwehrt mir zu seh’n Dich mit tückischem Grimm!“
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

„Die Leute, sie spotten und zweifeln gar sehr,
Die Wahrheit allein ist mir Waffe und Wehr.“
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!


Beim Anbruch des Tages, an Bernadett’s Seit’,
Kniet gläubig die Menge von Nah und von Weit.
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Das Hirtenkind bahnet, den Seraphim gleich,
Den Weg zu der Erde vom himmlischen Reich.
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Da kniet es entrücket im seligen Land
Und strahlet von Schönheit, wie nie noch gekannt.
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Sie schauet den Himmel, ihr Aug’ wird nicht müd,
Von göttlichem Glanze ihr Antlitz erglüht.
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Und wie sie so betet, da glänzet vom Licht
Der Himmelserscheinung ihr bleiches Gesicht.
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Das Volk auf den Knieen sieht staunend allhier
Den göttlichen Schimmer sich spiegeln an ihr.
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

„Was willst Du, Glorreiche?“ So fraget das Kind,
“Was bist Du so traurig?“ O sag es geschwind!“
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

„Die Tränen zu trocknen, was bring ich Dir dar?“
“Thu’ Buße“, so sprach sie, “für die sündige Schar!“
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

„Und das Volk, das mich liebet soll kommen hieher
Und beten in Wallfahrt, ich wünsch’ es gar sehr.“
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

„Und sag’ es den Priestern, man solle allhier
Eine Kirche erbauen, zum Gedächtnis von mir!“
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!


O tiefes Geheimnis der Liebe so rein,
Wie soll eine Mutter so treulos auch sein!
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Schon zweimal nun kommet das Mädchen zum Ort,
Doch sieht es die holde Erscheinung nicht dort.
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

„O gütige Dame, komm’ schnell mir zur Seit’
Es wüten die Feinde in schrecklichem Streit!“
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Hab’ Mut, Bernadette! der Sturm nur erprobt
Die Lieb’ und den Glauben, so sehr er auch tobt.
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Da jubelt das Mädchen: „Ich hab’ sie gesehn’n!“
Erneuertes Leben wird nun mir ersteh’n!“
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

„O Quelle des Glückes, du himmlisch Gesicht,
O gib mir ein Zeichen von Macht und von Licht!“
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

„Ein Unterpfand gib mir, daß ich Wahrheit gesagt,
Denn siehe, wie man mich der Lüge anklagt!“
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

„Am Dornstrauch dorten laß Rosen erblüh’n,
Auf daß bei dem Schauen alle Zweifel entflieh’n!“
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Da lächelt sie über des Kindes Begehr,
Doch schien sie zu sagen: „Ich gebe noch mehr!“
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Die Blume verblühet, sie welkt und stirbt ab,
Das Herz einer Mutter geht nimmer zu Grab.
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!



„Gehe hin zur Quelle, dort fließet sie klar,
Dies sei meine Gabe für die pilgernde Schar.“
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Das Kind eilt hinunter zum Wasserstrom schnell,
Doch winkt es die Jungfrau zurück zu dem Quell.
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Der Finger des Mädchens, er gräbt in dem Sand,
Da netzt schon – o Freude – das Wasser die Hand.
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

O Wasser des Lebens, das dem Felsen enteilt,
Wer zählet die Wunden, die du schon gehilt?
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

„O himmlische Frau, die die Erde erfreut,
O sag’ doch, du Schöne, Deinen Namen mir heut!“
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

„Und laß nicht vergebens mich bitten und fleh’n,
Damit ich Dich kenne, die so oft ich geseh’n!“
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Und immer erhebet das Kind im Gebet
Die Stimme zum Herzen der Mutter und fleht.
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Das Fest der Verkündigung, es war nicht mehr fern,
Da Gabriel brachte die Botschaft des Herrn.
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Noch schöner erstrahlend, aus eigenem Mund
Nun gibt sie das hohe Geheimnis kund.
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

„Ich bin die Empfäng’nis ohne Makel und Sünd“,
So spricht sie, entschwindend, zum bittenden Kind.
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!



Kehr’ wieder, o Heil’ge. Zum göttlichen Sohn!
Nimm mit uns’re Wünsche zum himmlischen Thron!
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Du willst ja, daß kommen viel Pilger zu Dir,
Um reichliche Gnaden zu spenden allhier!
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

O Lourdes, sei gegrüsset, preiswürdiger Ort,
Der sündlosen Jungfrau geheiligter Hort!
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Jetzt schmückt Deine Grotte, einst öde und wild,
Ihre heilige Schönheit, ihr himmlisches Bild!
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Wie nimmer die Quelle vertrocknet im Lauf.
So hört auch das Strömen der Pilger nicht auf.
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Wie viele schon kamen zur Grotte geeilt,
Und wurden begnadet, getröstet, geheilt!
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Wer dort schon gefühlet das innere Glück,
Er gibt es für Nichts mehr auf Erden zurück.
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Dort schauet der Pilger zum Himmel den Weg,
Und wallet mit Freuden den mühsamen Steg.
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Ja glücklich der Pilger, der dort schon pries
Maria, die Pforte zum Paradies!
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

O führ’ uns, Maria, auf irdischer Bahn
Zur ewigen Heimat, zum Himmel hinan!
Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!

Aus: "Die Wunder von Lourdes" von Arthur Schott, Stuttgart, 1886, mit Approbation des hochw. Bischöfl. Ordinariats in Rottenburg.

Litanei der hl. Mutter Gottes von Lourdes

Notre Dame de Lourdes
  • Herr, erbarme Dich unser!
  • Christus, erbarme Dich unser!
  • Herr, erbarme Dich unser!
  • Gott Vater vom Himmel, erbarme Dich unser!
  • Gott Sohn, Erlöser der Welt, erbarme Dich unser!
  • Gott Heiliger Geist, erbarme Dich unser!
  • Heiligste Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, erbarme Dich unser!
  • Heilige Maria, bitte für uns!
  • Maria, Du erhabene und heilige Mutter Gottes, bitte für uns!
  • Maria, huldvolle Königin, deren glänzender Thron auf den Fittichen der Cherubim zur Rechten des Königs der Könige ruht, bitte für uns!
  • Maria, bewunderungswürdige Königin, die Du herrschest über die Legionen seliger Geister, die voll Ehrfurcht Deine Befehle erwarten, um Deinen treuen Dienern zu Hilfe zu eilen, bitte für uns!
  • Maria, bewunderungswürdige Königin, die Du von erhabenen Himmelshöhen Dich gewürdigt hast, Deine Blicke auf einen öden Winkel der Erde zu werfen, um da ein armes Kind zu besuchen, bitte für uns!
  • Maria, die Du glänzend von himmlischer Herrlichkeit und Schönheit mehrere Male in der Grotte von Lourdes einem jungen Landmädchen erschienen bist, bitte für uns!
  • Maria, die Du mit schmerzlichen Blicken der kleinen Hirtin empfohlen hast, viel für die Sünder zu beten, bitte für uns!
  • Maria, die Du das einfältige Kind geschickt hast, um den Priestern zu sagen, daß Du eine Kapelle erbaut wünschest auf dem Felsen, wo Du erschienen bist, bitte für uns!
  • Maria, die Du dem demütigen Kinde gesagt, Du wünschest, daß man die durch Deine Gegenwart geheiligte Grotte von Lourdes besuche und in Prozession dahin gehe, bitte für uns!
  • Maria, die Du eine Quelle klaren Wassers aus dem Felsen hast hervorfliessen lassen, auf dem Deine gebenedeiten Füße geruht haben, bitte für uns!
  • Maria, die Du unter all Deinen erhabenen Namen und glorreichen Titeln den Deiner Unbefleckten Empfängnis gewählt hast, um in Lourdes verehrt zu werden, bitte für uns!
  • Maria, die Du durch Deine wunderbare Macht die Anstrengungen der menschlichen Weisheit beschämt hast, welche den Beweisen Deiner Güte und Deinen Gunstbezeigungen in Lourdes Einhalt tun wollten, bitte für uns!
  • Maria, Du Ozean von Gnaden, Wohltaten und Segnungen, die Du ohne Unterlaß die wunderbare Quelle speisest, bitte für uns!
  • Maria, unbefleckte Jungfrau, himmlische Quelle von Süßigkeit, Friede und Beharrlichkeit für die gerechten Seelen, bitte für uns!
  • Maria, unbefleckte Jungfrau, unerschöpfliche wunderbare Quelle von Gütigkeit, Barmherzigkeit und Verzeihungen für die armen Sünder, bitte für uns!
  • Maria, unbefleckte Jungfrau, lebendige Quelle der Versöhnung, des Trostes und der Hilfe für die betrübten Herzen, bitte für uns!
  • Maria, unbefleckte Jungfrau, heilsame Quelle des Beistandes, der Gnade und Hoffnung für die Sterbenden, bitte für uns!
  • Maria, unbefeckte Jungfrau, wohltätige Quelle der Tröstung, des Lichtes, der Befreiung für die leidenden Seelen des Fegfeuers, bitte für uns!
  • Maria, unbefleckte Jungfrau, überfließende Quelle von Glück, Schutz und Heil für das menschliche Geschlecht, bitte für uns!
  • Maria, unbefleckte Jungfrau, die Du das Gesicht den Blinden, die Stimme den Stummen, das Gehör den Tauben und den Gebrauch der Glieder den Gichtbrüchigen wiedergabst, bitte für uns!
  • Maria, unbefleckte Jungfrau, die Du wegen Deiner zahllosen Wunder allgemein bekannt und in allen Gegenden der Erde bewundert bist, bitte für uns!
  • Maria, deren heiliges Herz überwallt von Güte und Zärtlichkeit für uns, bitte für uns!
  • Maria, die Niemand angerufen hat, ohne erhört worden zu sein, bitte für uns!
  • Maria, in der himmlischen Herrlichkeit, welche Dich umgibt, bitte für uns!
  • In der Beobachtung der Gebote Gottes und der hl. Kirche, stärke uns, Maria!
  • Auf dem schweren Wege zum Himmel, halte uns aufrecht, Maria!
  • In den Kämpfen gegen die Welt, das Fleisch und den Satan, verteidige uns, Maria!
  • In der wahren und echten Frömmigkeit, bestärke uns, Maria!
  • In unsern Leiden, Nöten und Mißgeschicken, stehe uns bei, Maria!
  • In unsern Krankheiten, Schwachheiten und Schmerzen, ermutige uns, Maria!
  • In der letzten Stunde unseres Todes, beschütze uns, Maria!
  • Wenn wir zitternd vor unserem gerechten Richter erscheinen werden, lege Fürbitte für uns ein, Maria!
  • Du Lamm Gottes, das Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erbarme Dich unser!
  • Du Lamm Gottes, das Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erbarme Dich unser!
  • Du Lamm Gottes, das Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erbarme Dich unser!
  • Bitte für uns, o heilige und unbefleckte Jungfrau und Mutter Gottes,
  • Auf daß wir würdig werden der Verheißungen Christi!

Gebet. O Jesus, unendlich gütiger Gott, der Du Maria, Deine unbefleckte Mutter, zur Ausspenderin des Meeres von Gnaden aufgestellt hast, wovon Dein göttliches Herz der Ursprung und die ewige Quelle ist, und welche diese bewunderungswürdige Jungfrau in so wunderbarer Weise auf dem gesegneten Felsen von Lourdes austeilt, wir bitten Dich demütig, durch ihre Bitten und Verdienste uns Alles zu verleihen, was uns heilsam ist, die Gesundheit der Seele und des Leibes. Gib uns besonders die unausprechliche Gnade, Dich mehr und mehr zu erkennen und zu lieben, damit wir, nachdem wir dahier auf Erden treu gedient haben, uns einst im Himmel finden, vor Deinem Throne zu den Füßen Marias, unserer guten Mutter, um Dich mit allen Chören der seligen Geister zu loben und zu preisen in alle Ewigkeit. Amen.

Aus: „Die Wunder von Lourdes“ von Arthur Schott, Stuttgart, 1886, mit Approbation des hochw. Bischöfl. Ordinariats in Rottenburg
Transkription: Immaculata-Verlag, P. O. Schenker, CH-9050 Appenzell